

Klettersteig
Wozu gibt es Klettersteige?
Schon vor Jahrhunderten gab es in den Alpen Leitern und ähnliche Hilfsmittel, um Wege zwischen Bergdörfern und Almen zu verbinden. Damals standen jedoch keine touristischen Absichten dahinter, sondern der reine Nutzen als Transport- und Wirtschaftsweg. Die meist aus Holz gebauten Wege boten keinerlei Sicherung, gelten aber als die Vorläufer moderner Klettersteige. Mittlerweile haben sie sich gewandelt: Aus reinen Arbeitswegen sind sportliche Herausforderungen und ein beliebter Outdoor-Trend geworden.

Die Geburtsstunde des modernen Klettersteigs
Die Entwicklung des modernen Klettersteigs begann im Jahr 1843 am Dachstein: Unter der Leitung von Friedrich Simony entstand hier der erste Klettersteig Europas, der mit Eisenzapfen, Handhaken, eingemeißelten Tritten und einem Schiffstau abgesichert wurde. Bald folgten weitere Projekte: 1869 Seilsicherungen am Großglockner, 1873 ein Klettersteig auf die Zugspitze sowie 1880 und 1881 eiserne Aufstiege an den Pyrenäen-Gipfeln Midi d'Ossau und Ordesa. Auch im deutschen Alpenraum und in den Dolomiten ging es voran – 1899 wurde der Heilbronner Weg als einer der ersten Klassiker eingerichtet, und 1903 folgte die Ausrüstung der Marmolata.
